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  • 26Jan

    Am 25. Januar 2010 veröffentlichte der Projektmanagement Experte Stefan Hagen [1] einen Artikel mit dem Namen „Projektmanagement unternehmensweit professionalisieren“ [2]. Dabei eröffnete er ein interaktives Mindmap auf Mindmeister [3] in dem Gedanken und Erfahrungspunkte guten Projektmanagements übersichtlich aufbereitet wurde und entsprechend dem Web 2.0 Gedanken, von engagierten Usern weiter optimiert werden konnte.

    Obwohl sich das „Crowdsourcing-Experiment“ (wie er es selbst nennt) noch in der Startphase befindet und zurzeit (erst) mit seinen eigenen Erfahrungswerten gefüllt ist, kann es sich durchaus sehen lassen. Man erkennt rasch, dass Stefan Hagen ein erfahrener Experte auf dem Gebiet des Projektmanagements ist.

    Das MindMap ist auf alle Fälle einen Blick wert. Es stellt kompakt, übersichtlich, knapp und dennoch vollständig alle wichtigen Eckpunkte guten Projektmanagements in Unternehmen dar.

    Aus dem MindMap ist zu entnehmen, dass er kein Schwergewicht auf Tools legt. Er unterscheidet in Einzelprojektmanagement & Multiprojektmanagement und zählt exemplarisch einige Methoden auf. Auf die Empfehlung konkreter Tools verzichtet er. Meines Erachtens ist dies der richtige Weg. Nicht selten wird in Unternehmen der fatale Fehler begangen, das System an Tools, anstatt die Tools am System auszurichten. Software ist und bleibt ein Werkzeug. Ein Werkzeug, das je nach Unternehmenslandschaft unterschiedlich angepasst werden muss. Der Fokus sollte daher nicht auf einzelnen Tools sondern auf die „Project Landscape“ an sich gerichtet sein. Dennoch wird dieser Punkt aller Wahrscheinlichkeit nach um einige Beispiele mehr ergänzt werden. Dagegen ist nichts auszusetzen, solange die Aufzählung rein exemplarisch bleibt.

    Alle weiteren Punkte sind sehr gut und prägnant umrissen. Sie bedürfen keiner gesonderten Erklärung.

    Den Punkt Erfolgsfaktoren möchte ich dennoch herausgreifen. Sefan beginnt mit dem Unterpunkt „Management Comittment“. Dieser Punkt ist meines Erachtens, neben dem Faktor Kommunikation (im Allgemeinen) und dem Faktor Akzeptanz (bei ihm verdeutlicht durch die Unterpunkte „SINN vermitteln…“ und „Betroffene beteiligen“), der zentralste Faktor für die erfolgreiche Einführung einer professionellen Projektlandschaft. Wenn ein „Standard“, „Vorgehensmodell“, etc. nicht von Anfang an, von der Spitze des Unternehmens unterstützt und gelebt wird, dann wird die Projektlandschaft schlicht und einfach nicht ernst genommen und in der Folge von den Mitarbeitern auch nicht gelebt werden. Das Management muss die Optimierung einer Projektlandschaft nicht nur stützen (passiv) sonder tatsächlich leben (aktiv). Das Management erleidet dadurch zwar einen (wahrscheinlich unmerklichen) Ressourceneinsatz, gewinnt dafür allerdings ein funktionierendes Projektmanagementsystem und – was meines Erachtens noch wesentlich wichtiger ist – das Verständnis für die unternehmensinterne Projektkultur, deren Abläufe, deren Nutzen und auch deren Probleme. Der Aufwand lohnt sich in jedem Falle, denn dem Management wird bei erfolgreicher Einführung eines Projektmanagementstandards ein wertvolles, u.u. richtungsweisendes Controllinginstrument in die Hand gedrückt.

    Das MindMap von Stefan Hagen zum Thema „Projektmanagement unternehmensweit professionalisieren“ [4]; ob Projektbeteiligter oder einfach nur Themeninteressierter, es ist auf alle Fälle einen Blick wert!

    Posted by Gerhard Andreas Schedler @ 14:36

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